01
Warum dein Körper Magnesium liebt
Wer oder was ist überhaupt Magnesium? Man könnte sagen: ein kleiner Wirbelwind. Denn in deinem Körper mischt der Vitalstoff bei etlichen Funktionen und Prozessen mit. Ob es um robuste Knochen und Zähne geht, ein gesundes Herz oder einen stabilen Blutdruck. Magnesium liefert dir darüber hinaus Energie für Aktivitäten aller Art und unterstützt deine Muskeln bei der Regeneration danach. Noch mehr Beispiele gefällig? Der Mineralstoff hilft dir, gut zu schlafen und ist an der Produktion des Glückshormons Serotonin beteiligt. Außerdem ist Magnesium unerlässlich für schwangere Frauen – nur so kann sich das Baby perfekt entwickeln.
02
Magnesium und die Menstruation: Warum dich der Mineralstoff bei deiner Periode unterstützen kann
Und was kann Magnesium nun konkret für dich tun, wenn es um deine Periode und Menstruationsbeschwerden geht? Etliche Studien beweisen: Der Mineralstoff kann ein natürliches Hilfsmittel zum Stressabbau, zur Unterstützung der Insulinresistenz sowie zur Linderung von Symptomen wie starken Schmerzen oder Hitzewallungen sein. Auch Hormone und der Zyklus allgemein kommen damit wieder in Balance. Schauen wir uns das daher Punkt für Punkt genauer an:
Magnesium kann den Zyklus harmonisieren: Dein Nervensystem liebt Magnesium. Der Nährstoff wirkt wie ein Beruhigungsmittel und Gute-Laune-Booster und bremst die Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse ein. Zugleich kann Magnesium hormonelle Ungleichgewichte, vor allem, was Östrogen und Progesteron betrifft, wieder ins Lot bringen.
Das bedeutet für dich: Dein Körper produziert weniger Cortisol und mehr Serotonin – Ängste und Stress lösen sich so in Luft auf. Zugleich stabilisiert sich dein Hormonhaushalt. Das freut deinen Zyklus. Er findet zurück in seinen natürlichen Takt.
Magnesium kann Menstruationsbeschwerden lindern: Nicht nur dein Nervensystem entspannt sich, sondern auch die glatte Muskulatur deiner Gebärmutter. Ebenso wirkt Magnesium entzündungshemmend.
Das bedeutet für dich: Du hast weniger Schmerzen und Krämpfe während der Periode – Entspannung wird dadurch erleichtert und alles wirkt halb so wild.
Magnesium kann PCOS-Symptome mindern: Die meisten Frauen, die unter PCOS leiden, sind von einer Insulinresistenz betroffen. Bei dieser Stoffwechselerkrankung ist der Insulinspiegel dauerhaft erhöht. Klingt nach dir? Magnesium kann dich auch dabei ein Stück weit unterstützen. Denn es verbessert die Insulinresistenz.
Das bedeutet für dich: Du bist weniger von typischen PCOS-Beschwerden wie Zyklusstörungen, Akne, Haarausfall oder starken Blutungen betroffen.
Magnesium kann bei PMS helfen: Eine weitere Challenge für viele Frauen ist PMS, das prämenstruelle Symptom. Dabei machen dir mitunter schon in den Tagen vor der Menstruation etliche Beschwerden das Leben schwer. Als Ursache für PMS wird ein hormonelles Ungleichgewicht angenommen – du hast dabei entweder zu viel Östrogen und zu wenig Progesteron oder umgekehrt. Magnesium kann auch hier unterstützend seine Vorteile ausspielen. Expert:innen vermuten, dass sich der Mineralstoff deswegen als PMS-Helfer eignet, weil er zum einen das Nervensystem beruhigt und zum anderen Hormone harmonisiert.
Das bedeutet für dich: Mitunter halten sich PMS-Beschwerden wie Unterleibskrämpfe, Reizbarkeit, Müdigkeit, Völlegefühl, Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen, Blähungen, Brustspannen oder Schlafprobleme mit der richtigen Dosis Magnesium in Grenzen.
Magnesium kann in der Perimeno- und Menopause unterstützen: Von vielen gefürchtet und eine echte Herausforderung können die Wechseljahre sein. Nicht aber, wenn du für diese Zeit vorsorgst – mit den passenden Nährstoffen. Magnesium spielt auch hier eine große Rolle, denn es kann Symptome, die beim Übergang zur Menopause plötzlich deinen Alltag auf den Kopf stellen, lindern.
Das bedeutet für dich: Hitzewallungen, Schlafstörungen, Ängste, innere Unruhe, Muskelverspannungen oder Erschöpfungszustände stellen kein allzu großes Problem für dich dar.
03
Wie sich ein Magnesiummangel auf deine Menstruation auswirken kann
Eine beeindruckende Liste, oder? Noch plakativer wird’s, wenn wir den Spieß umdrehen. Führe dir vor Augen, was passieren kann, wenn deinem Körper Magnesium fehlt und was das für deine Periode bedeuten kann:
Stärkere Menstruationsschmerzen: Bei einem Magnesiummangel zieht sich die Muskulatur deiner Gebärmutter stärker zusammen. Heftigere Krämpfe sind vorprogrammiert.
Unregelmäßiger Zyklus: Vor allem, wenn du gestresst bist, deine Hormone aus der Reihe tanzen und deinem Organismus auch noch Magnesium fehlt, kann es sein, dass deine Periode auf sich warten lässt oder die Menstruation heftiger ist.
Intensivere PMS- und PCOS-Symptome: Lechzt dein Körper nach Magnesium, können sich Symptome von PMS oder PCOS stärker ausprägen und haben leichtes Spiel.
Psychische Belastung: Ein niedriger Magnesiumspiegel kann Ängstlichkeit, depressive Verstimmungen und innere Unruhe während der Zyklusphase verstärken.
Erhöhte Schmerzempfindlichkeit: Da Magnesium eine Rolle bei der Regulierung von Schmerzsignalen spielt, kann es sein, dass du Schmerzen während deiner Periode intensiver wahrnimmst.
04
Magnesium vor und während der Periode einnehmen
Grundsätzlich empfehlen Expert:innen Frauen rund 300 mg Magnesium pro Tag. Sportskanonen und im Alltag besonders Geforderte benötigen allerdings mitunter etwas mehr. Auch die Menstruation stellt einen Ausnahmezustand dar. Um von dem wohltuenden Effekt von Magnesium zu profitieren, kannst du daher beispielsweise etwa zehn Tage vor deiner Periode auf 400 mg täglich erhöhen.
Einnehmen kannst du Magnesium zu jeder Tageszeit – auch direkt vor oder nach einer Mahlzeit. Hast du eine sensible Verdauung, empfiehlt es sich, auf Magnesiumbisglycinat zurückzugreifen. Ein weiterer Lösungsansatz ist es, die Dosis zu splitten und deinem Körper über den Tag verteilt zu gönnen. Achte zudem darauf, dass das Magnesium-Präparat hochwertig und frei von Zusatzstoffen ist, damit du deinen Organismus nicht zusätzlich mit unnötigen Substanzen belastest.
05
Welche Ernährung dir viel Magnesium liefert und dich während deiner Periode unterstützt
Du möchtest deinem Körper während der Periode Gutes tun? Dann achte außerdem auf eine antientzündliche, magnesiumreiche Ernährung, die dir genügend Ballaststoffe liefert und deinen Darm unterstützt. Grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Fisch und Meeresfrüchte müssen jetzt Vorrang haben. Auch Fermentiertes wie Sauerkraut, Kefir oder Kimchi sowie Leinsamen, Flohsamenschalen und Hülsenfrüchte sollten sich auf deinem Teller tummeln. Verzichte hingegen auf rotes Fleisch und Industriezucker. Eine Geheimwaffe ist auch Ingwer – zum Beispiel in Form von Tee oder als goldene Milch.
06
Was du sonst noch tun kannst, damit du dich während der Periode besser fühlst
Magnesium kann für dich als Frau also ein wichtiger Verbündeter werden – nicht nur beim Sport, sondern auch während der Periode. Diese weiteren Hausmittel und natürlichen Helfer lassen dich besser durch deine Menstruation kommen:
Wärme: Ob Wärmepflaster, Wärmflasche oder wohltuendes Fußbad – nutze die entspannende Wirkung von Wärme und mache es dir gemütlich. Vor allem in den ersten beiden Tagen ist viel Ruhe angesagt.
Bewegung: Auch wenn dir während deiner Periode so richtig nach Einigeln auf dem Sofa ist, raffe dich zwischendurch auch immer wieder zu Bewegungseinheiten auf. Denn moderater Sport kann Entzündungen und Schmerzen den Wind aus den Segeln nehmen und belohnt dich zugleich mit Endorphinen. Wie wäre es mit einem Spaziergang an der frischen Luft? Auch Yoga oder Pilates sind hervorragende Optionen.
Ätherische Öle: Manche Frauen haben auch gute Erfahrungen mit ätherischen Ölen gemacht. Lavendel- oder Zirbenöl kannst du dir, mit Wasser verdünnt, auf deine Handgelenke geben, ins Badewasser träufeln oder als Raumduft nutzen.
Mönchspfeffer: Ein Zyklusregulator und Schmerzstiller kann darüber hinaus Mönchspfeffer sein. Auch bei Wechseljahresbeschwerden sind die Früchte des Keuschlamms ein heißer Tipp.
07
Fazit
Viele Sportler:innen schwören schon lange auf Magnesium – die Muskeln lieben es nach dem Training und auch dein Schlaf bedankt sich dafür. Als Zyklusunterstützer und Helfer während der Periode haben viele den Mineralstoff allerdings noch nicht auf dem Schirm. Du auch nicht? Dann wird’s Zeit! Denn Magnesium hat das Zeug dazu, typische Beschwerden zu lindern und sogar die hormonelle Balance. Wie ein natürlicher Kompass. Bereit, die Segel neu zu setzen?

)
)
)
)
)